KOMMENDES SPIEL

VS
Löwen
Waldkraiburg
Eishackler
Peißenberg
Dienstag, 10.03.2020 | 20:00 UhrTICKET KAUFEN
Zeit bis zum nächsten Spiel
EHC WALDKRAIBURG Vs. EHF PASSAU
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Tor oder kein Tor?
Die Entscheidung fiel zu Waldkraiburger Bedauern auf “Kein Tor”.

Das Beste, dass man mit einer Niederlage machen kann ist es, wertvolle Erkenntnisse aus ihr zu ziehen. Dies werden die Trainer Alex und Sergej Piskunov ebenso tun wie es die Spieler machen werden. Als Fan des EHC Waldkraiburg kann man zur Erkenntnis kommen, dass die Mannschaft, die so lange Siege einfuhr und sich souverän in diese Verzahnungsrunde gespielt hat, auch mit den starken Oberligisten mithalten kann. Das Spiel gegen Sonthofen, dass zu jeder Zeit auf Augenhöhe gespielt wurde, ging aber dennoch, auch wenn knapp, an die Gäste.

Der erste Durchgang begann etwas zäh für die Löwen, etwa zehn Minuten lang hatten die Bulls die Oberhand und kamen auch zur ein oder anderen Möglichkeit vor dem Tor. Doch gleich ob der an diesem Abend sehr auffällige Ondrej Havlicek oder Edgar Homjakovs ihr Glück versuchten, sie alle fanden ihre Endstation in Kevin Yeingst, der wieder eine ordentliche Partie ablieferte, auf dem Posten war und reihum Chancen entschärfte. Nach rund zehn Minuten kamen die Löwen dann besser ins Spiel und auch zu Chancen. Mit dabei unter Anderem einer der berühmten Hämmer von Mathias Jeske der, wie man im ganzen Stadion klar vernehmen konnte, leider nur den linken Torpfosten traf. Auch der zuletzt glücklose Tomas Rousek versuchte sich am Schuss, jedoch war auch hier der Ex-Waldkraiburger Konstantin Kessler auf dem Posten.

Zweimal traf der EHC an diesem Abend gegen Sonthofen.

In das zweite Drittel kamen die Löwen deutlich besser hinein. Von Anfang an war man, sofern die Spieleranzahl ausgeglichen war, immer gleichauf, wenn nicht gar mit einem leichten Vorteil auf dem Eis. Auch eine Sonthofener Überzahl, die der Oberligist routiniert spielte, überstand man am Anfang des zweiten Durchgangs schadlos. So war es nur folgerichtig, dass nach gut fünfeinhalb Minuten die vielumjubelte Führung für die Löwen fiel. Erneut war es Mathias Jeske der den ersten Treffer der Löwen besiegelte. Passgeber waren Tomas Rousek und Lukas Wagner. Nur zwei Minuten und zwei Sekunden später der nächste Treffer für die Industriestädter. In eigener Überzahl, bei Sonthofen war Tim Marek auf der Strafbank, trifft Lukas Wagner auf Zuspiel von Mathias Jeske und Leon Judt zum 2:0. Mit einer Menge Oberwasser und Motivation im Rücken agierten die Löwen im zweiten Drittel nun vorerst noch sicherer. Erneut könnte man den Löwen vorwerfen, dass sie ihre Chancen nicht konsequent genug nutzen, vorhanden wären sie gewesen – leider gewinnt man im Konjunktiv keine Spiele, ebenso wenig wie in Unterzahl. In der 36. Spielminute nämlich das nächste Powerplay für die Bullen. Zuerst sah es so aus, als könnten die Löwen auch hier schadlos daraus hervorgehen, doch dann, nach einem schnellen Querpass von Lukas Slaventinsky und einer passgenauen Direktabnahme von Homjakovs, war Kevin Yeingst machtlos und die Löwen mussten das erste Gegentor hinnehmen.

Die letzten 20 Minuten starteten die Löwen in Unterzahl, davon jedoch merkte man als Zuseher nicht sehr viel. Gleich drei Groß-Chancen taten sich für die „blau-gelben Jungs“ in diesen knapp zwei Minuten auf, ohne die Sonthofener Spieler zwingend vor das eigene Tor zu lassen. Doch weder Nico Vogl, der dank einer wunderschönen Mitnahme des Pucks nach einem hohen Pass von Michael Trox allein auf das Tor zulief, noch der Kapitän Trox selbst oder Josef Straka, der von Rousek bedient ebenfalls die Chance zum 3:1 hatte, konnten ihre Möglichkeiten verwerten. In der vierten Minute rächt sich die mangelnde Verwertung der Möglichkeiten dann in Form eines Gegentors – eines Gegentors in eigener Überzahl. Beim Spielaufbau im Drittel der Bulls verliert Waldkraiburg den Puck und Sonthofen kann mit drei Spielern in Richtung des Löwen-Tores stürmen. Edgars Homjakovs bringt die Scheibe in Richtung des Tores und auch wenn Philipp Seifert noch dran ist, kann dieser das Tor nicht mehr verhindern. Auch das 2:3, aus Sicht der Löwen, ist ein unglückliches Tor. Die letzte Strafzeit der Löwen war gerade unbeschadet abgelaufen, da ist es erneut Sonthofens Homjakovs der sich aus der Halbposition ein Herz fasst, da er nicht konsequent genug angegangen wird und letztlich den Endstand von 2:3 besiegelt. Auch wenn die Löwen, nicht zuletzt begünstigt von einer weiteren Strafe des Gegners und dem Herausstellen von Yeingst für einen sechsten Feldspieler, noch einmal eine Schlussoffensive starten, kann am Ergebnis nichts mehr gedreht werden. Der EHC Waldkraiburg liefert dennoch ein sehr sauberes und moralstarkes Spiel ab in dem Sonthofen die wenigen gemachten Fehler konsequenter ausnutzen kann.
Fans sollten diese starken Spiele auf jeden Fall mit einem Besuch honorieren. Das nächste Heimspiel findet am 31.01.2020 um 20 Uhr in der Raiffeisen-Arena statt, Gegner dort sind die Passau Black Hawks.

Trotz sieben Toren: EHC Waldkraiburg verliert in Erding

Es ist schwer, möglicherweise sogar unmöglich, das Waldkraiburger Eishockey derzeit zu erklären. Das junge Team, rund um das Trainerduo Alex und Sergej Piskunov, zeigt regelmäßig seine zwei Gesichter – und diese unterscheiden sich voneinander wie Regen und Sonnenschein. Hat man am Freitag gegen Sonthofen noch gespielt, als könnte man auch in der Oberliga auflaufen, so war das Spiel am Sonntag, zumindest was das Engagement in der Verteidigung angeht, nicht annähernd der Bayernliga würdig.

Sieben mal konnten die Löwen an diesem Abend ein Tor bejubeln. Zehn mal ein Gegentor bedauern.

Dabei fing das Spiel vielversprechend und mit einer guten Nachricht an: Tomas Rousek trifft wieder. Nach seiner Torflaute der letzten Spiele, dürfte es nicht nur für ihn selbst eine Befreiung gewesen sein das Spielgerät wieder im Tor untergebracht zu haben. Vorlagengeber für das Tor, das nur eine Minute und 16 Sekunden nach Spielbeginn fiel, war Josef Straka. Nach fünf weiteren Minuten, in welchen beide Teams mal bessere, mal schlechtere Chancen herausspielten, ist es dann der Erdinger James Hill IV. der auf Zuspiel von Lukas Krämmer den Spielstand ausgleichen kann. Rund drei Minuten später öffnet Leon Judt mit seinem Treffer zum 1:2, auf Vorlage von Decker und Zimmermann, die Schleusen für das torreichste Spiel, das der EHC in dieser Saison bisher spielte. Zuerst ist es der Vorlagengeber Patrick Zimmermann selbst, der das 1:3, auf Zuspiel von Daniel Schmidt markiert. Zwei Minuten später ist dann Erding, in doppelter Überzahl, wieder am Drücker und holt durch Waldhausen wieder auf und es steht 2:3. Nicht ganz drei Minuten später fallen die nächsten Tore. Erst ist es erneut Tomas Rousek, der auf Zuspiel von Wagner und Straka den alten Abstand wiederherstellt, nur dreißig Sekunden später ist es Erdings Zimmermann, der für den 3:4 Pausenstand sorgt.

Wer nun davon ausging, dass sich die Abwehrreihen beider Mannschaften, nach der Torflut im ersten Abschnitt, eines Besseren besinnen, der konnte nur etwa acht Minuten lang Recht behalten. Da nämlich verwandelt Straka einen Handgelenkschuss von Mathias Jeske zum 3:5. Sechs Minuten später, die Uhr zeigt 34:05, läutet Florian Zimmermann auf Erdinger Seite den kollektiven Totalausfall der Waldkraiburger Mannschaft ein. Innerhalb von drei Minuten und zweiunddreißig Sekunden wandeln die Gladiators aus dem Nachbarkreis durch zweimal Babic, einmal Zimmermann und einmal Michl den eigenen 3:5 Rückstand in eine 7:5 Führung um und versetzen die eigenen Fans damit in einen wahren Freudentaumel. Auch wenn die Löwen noch druch Trox, Wagner oder Straka zu Chancen kommen, so können sie nichts mehr am Zwischenstand drehen und gehen froh darüber nicht noch höher zurück zu liegen in die Kabine.

Traf im letzten Drittel nur den Pfosten: Christof Hradek

Im dritten Durchgang passiert sehr lange nichts Spektakuläres. Erding versucht den Spielstand zu verwalten und sich auf die Defensive zu konzentrieren, Waldkraiburg schafft es vorerst nicht am mittlerweile auf Betriebstemperatur gekommenen Thomas Mende vorbei. In der 47. Spielminute dann der Schock bei Löwen-Mannschaft und mitgereisten Fans. Nachdem zuvor Philipp Seifert, der einige harte Checks einstecken musste, verletzt vom Eis musste (Diagnose ausstehend), liegt Torwart Yeingst vor seinem Tor auf dem Eis und hat seine liebe Mühe wieder auf die Beine zu kommen. Durch eine Verkettung von ungünstigen Umständen hat er den Puck in den Bereich seiner Kehle gelangt, was ihm in der Folge die Luft raubte und ihn dazu veranlasste, nach einigen Minuten um seine Auswechslung zu bitten. Christoph Lode, sein Ersatz übernahm von dort an seine Vertretung. In der Folge gab es dann auch wieder bessere Chancen auf beiden Seiten. Mathias Jeske traf hierbei den Pfosten und auch Decker konnte seinen Schuss auf das Tor nicht verwandeln. Erdings Babic hingegen begrüßte Christoph Lode im Tor der Löwen mit einem Treffer und dem 8:5. In den folgenden sieben Minuten sollten es noch weitere vier Tore sein die sich beide Teams gegenseitig schenkten. Bei Waldkraiburg war es zum dritten Mal an diesem Abend Rousek, der das 8:6 markiert. Vier Minuten darauf, mitten in die Drangphase der Löwen und direkt nachdem Christoph Lode zugunsten eines sechsten Feldspielers das Tor verließ, aus spitzem Winkel in den verwaisten Löwen-Kasten. Nur eine Minute später erzielt Leon Judt sein zweites Tor des Abends zum 9:7, erneut war der Passgeber Leon Decker. Aus den verbleibenden eineinhalb Minuten konnte Waldkraiburg jedoch nichts mehr machen, vielmehr machen die Gladiators die zweite Hand voll und erzielen durch Zimmermann ihren zehnten und letzten Treffer des Abends.

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Waldkraiburg
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Das Beste, dass man mit einer Niederlage machen kann ist es, wertvolle Erkenntnisse aus ihr zu ziehen. Dies werden die Trainer Alex und Sergej Piskunov ebenso tun wie es die Spieler machen werden. Als Fan des EHC Waldkraiburg kann man zur Erkenntnis kommen, dass die Mannschaft, die so lange Siege einfuhr und sich souverän in diese Verzahnungsrunde gespielt hat, auch mit den starken Oberligisten mithalten kann. Das Spiel gegen Sonthofen, dass zu jeder Zeit auf Augenhöhe gespielt wurde, ging aber dennoch, auch wenn knapp, an die Gäste.

Der erste Durchgang begann etwas zäh für die Löwen, etwa zehn Minuten lang hatten die Bulls die Oberhand und kamen auch zur ein oder anderen Möglichkeit vor dem Tor. Doch gleich ob der an diesem Abend sehr auffällige Ondrej Havlicek oder Edgar Homjakovs ihr Glück versuchten, sie alle fanden ihre Endstation in Kevin Yeingst, der wieder eine ordentliche Partie ablieferte, auf dem Posten war und reihum Chancen entschärfte. Nach rund zehn Minuten kamen die Löwen dann besser ins Spiel und auch zu Chancen. Mit dabei unter Anderem einer der berühmten Hämmer von Mathias Jeske der, wie man im ganzen Stadion klar vernehmen konnte, leider nur den linken Torpfosten traf. Auch der zuletzt glücklose Tomas Rousek versuchte sich am Schuss, jedoch war auch hier der Ex-Waldkraiburger Konstantin Kessler auf dem Posten.

In das zweite Drittel kamen die Löwen deutlich besser hinein. Von Anfang an war man, sofern die Spieleranzahl ausgeglichen war, immer gleichauf, wenn nicht gar mit einem leichten Vorteil auf dem Eis. Auch eine Sonthofener Überzahl, die der Oberligist routiniert spielte, überstand man am Anfang des zweiten Durchgangs schadlos. So war es nur folgerichtig, dass nach gut fünfeinhalb Minuten die vielumjubelte Führung für die Löwen fiel. Erneut war es Mathias Jeske der den ersten Treffer der Löwen besiegelte. Passgeber waren Tomas Rousek und Lukas Wagner. Nur zwei Minuten und zwei Sekunden später der nächste Treffer für die Industriestädter. In eigener Überzahl, bei Sonthofen war Tim Marek auf der Strafbank, trifft Lukas Wagner auf Zuspiel von Mathias Jeske und Leon Judt zum 2:0. Mit einer Menge Oberwasser und Motivation im Rücken agierten die Löwen im zweiten Drittel nun vorerst noch sicherer. Erneut könnte man den Löwen vorwerfen, dass sie ihre Chancen nicht konsequent genug nutzen, vorhanden wären sie gewesen – leider gewinnt man im Konjunktiv keine Spiele, ebenso wenig wie in Unterzahl. In der 36. Spielminute nämlich das nächste Powerplay für die Bullen. Zuerst sah es so aus, als könnten die Löwen auch hier schadlos daraus hervorgehen, doch dann, nach einem schnellen Querpass von Lukas Slaventinsky und einer passgenauen Direktabnahme von Homjakovs, war Kevin Yeingst machtlos und die Löwen mussten das erste Gegentor hinnehmen.

Die letzten 20 Minuten starteten die Löwen in Unterzahl, davon jedoch merkte man als Zuseher nicht sehr viel. Gleich drei Groß-Chancen taten sich für die „blau-gelben Jungs“ in diesen knapp zwei Minuten auf, ohne die Sonthofener Spieler zwingend vor das eigene Tor zu lassen. Doch weder Nico Vogl, der dank einer wunderschönen Mitnahme des Pucks nach einem hohen Pass von Michael Trox allein auf das Tor zulief, noch der Kapitän Trox selbst oder Josef Straka, der von Rousek bedient ebenfalls die Chance zum 3:1 hatte, konnten ihre Möglichkeiten verwerten. In der vierten Minute rächt sich die mangelnde Verwertung der Möglichkeiten dann in Form eines Gegentors – eines Gegentors in eigener Überzahl. Beim Spielaufbau im Drittel der Bulls verliert Waldkraiburg den Puck und Sonthofen kann mit drei Spielern in Richtung des Löwen-Tores stürmen. Edgars Homjakovs bringt die Scheibe in Richtung des Tores und auch wenn Philipp Seifert noch dran ist, kann dieser das Tor nicht mehr verhindern. Auch das 2:3, aus Sicht der Löwen, ist ein unglückliches Tor. Die letzte Strafzeit der Löwen war gerade unbeschadet abgelaufen, da ist es erneut Sonthofens Homjakovs der sich aus der Halbposition ein Herz fasst, da er nicht konsequent genug angegangen wird und letztlich den Endstand von 2:3 besiegelt. Auch wenn die Löwen, nicht zuletzt begünstigt von einer weiteren Strafe des Gegners und dem Herausstellen von Yeingst für einen sechsten Feldspieler, noch einmal eine Schlussoffensive starten, kann am Ergebnis nichts mehr gedreht werden. Der EHC Waldkraiburg liefert dennoch ein sehr sauberes und moralstarkes Spiel ab in dem Sonthofen die wenigen gemachten Fehler konsequenter ausnutzen kann.
Fans sollten diese starken Spiele auf jeden Fall mit einem Besuch honorieren. Das nächste Heimspiel findet am 31.01.2020 um 20 Uhr in der Raiffeisen-Arena statt, Gegner dort sind die Passau Black Hawks.

Trotz sieben Toren: EHC Waldkraiburg verliert in Erding

Es ist schwer, möglicherweise sogar unmöglich, das Waldkraiburger Eishockey derzeit zu erklären. Das junge Team, rund um das Trainerduo Alex und Sergej Piskunov, zeigt regelmäßig seine zwei Gesichter – und diese unterscheiden sich voneinander wie Regen und Sonnenschein. Hat man am Freitag gegen Sonthofen noch gespielt, als könnte man auch in der Oberliga auflaufen, so war das Spiel am Sonntag, zumindest was das Engagement in der Verteidigung angeht, nicht annähernd der Bayernliga würdig.

Dabei fing das Spiel vielversprechend und mit einer guten Nachricht an: Tomas Rousek trifft wieder. Nach seiner Torflaute der letzten Spiele, dürfte es nicht nur für ihn selbst eine Befreiung gewesen sein das Spielgerät wieder im Tor untergebracht zu haben. Vorlagengeber für das Tor, das nur eine Minute und 16 Sekunden nach Spielbeginn fiel, war Josef Straka. Nach fünf weiteren Minuten, in welchen beide Teams mal bessere, mal schlechtere Chancen herausspielten, ist es dann der Erdinger James Hill IV. der auf Zuspiel von Lukas Krämmer den Spielstand ausgleichen kann. Rund drei Minuten später öffnet Leon Judt mit seinem Treffer zum 1:2, auf Vorlage von Decker und Zimmermann, die Schleusen für das torreichste Spiel, das der EHC in dieser Saison bisher spielte. Zuerst ist es der Vorlagengeber Patrick Zimmermann selbst, der das 1:3, auf Zuspiel von Daniel Schmidt markiert. Zwei Minuten später ist dann Erding, in doppelter Überzahl, wieder am Drücker und holt durch Waldhausen wieder auf und es steht 2:3. Nicht ganz drei Minuten später fallen die nächsten Tore. Erst ist es erneut Tomas Rousek, der auf Zuspiel von Wagner und Straka den alten Abstand wiederherstellt, nur dreißig Sekunden später ist es Erdings Zimmermann, der für den 3:4 Pausenstand sorgt.

Wer nun davon ausging, dass sich die Abwehrreihen beider Mannschaften, nach der Torflut im ersten Abschnitt, eines Besseren besinnen, der konnte nur etwa acht Minuten lang Recht behalten. Da nämlich verwandelt Straka einen Handgelenkschuss von Mathias Jeske zum 3:5. Sechs Minuten später, die Uhr zeigt 34:05, läutet Florian Zimmermann auf Erdinger Seite den kollektiven Totalausfall der Waldkraiburger Mannschaft ein. Innerhalb von drei Minuten und zweiunddreißig Sekunden wandeln die Gladiators aus dem Nachbarkreis durch zweimal Babic, einmal Zimmermann und einmal Michl den eigenen 3:5 Rückstand in eine 7:5 Führung um und versetzen die eigenen Fans damit in einen wahren Freudentaumel. Auch wenn die Löwen noch druch Trox, Wagner oder Straka zu Chancen kommen, so können sie nichts mehr am Zwischenstand drehen und gehen froh darüber nicht noch höher zurück zu liegen in die Kabine.

Im dritten Durchgang passiert sehr lange nichts Spektakuläres. Erding versucht den Spielstand zu verwalten und sich auf die Defensive zu konzentrieren, Waldkraiburg schafft es vorerst nicht am mittlerweile auf Betriebstemperatur gekommenen Thomas Mende vorbei. In der 47. Spielminute dann der Schock bei Löwen-Mannschaft und mitgereisten Fans. Nachdem zuvor Philipp Seifert, der einige harte Checks einstecken musste, verletzt vom Eis musste (Diagnose ausstehend), liegt Torwart Yeingst vor seinem Tor auf dem Eis und hat seine liebe Mühe wieder auf die Beine zu kommen. Durch eine Verkettung von ungünstigen Umständen hat er den Puck in den Bereich seiner Kehle gelangt, was ihm in der Folge die Luft raubte und ihn dazu veranlasste, nach einigen Minuten um seine Auswechslung zu bitten. Christoph Lode, sein Ersatz übernahm von dort an seine Vertretung. In der Folge gab es dann auch wieder bessere Chancen auf beiden Seiten. Mathias Jeske traf hierbei den Pfosten und auch Decker konnte seinen Schuss auf das Tor nicht verwandeln. Erdings Babic hingegen begrüßte Christoph Lode im Tor der Löwen mit einem Treffer und dem 8:5. In den folgenden sieben Minuten sollten es noch weitere vier Tore sein die sich beide Teams gegenseitig schenkten. Bei Waldkraiburg war es zum dritten Mal an diesem Abend Rousek, der das 8:6 markiert. Vier Minuten darauf, mitten in die Drangphase der Löwen und direkt nachdem Christoph Lode zugunsten eines sechsten Feldspielers das Tor verließ, aus spitzem Winkel in den verwaisten Löwen-Kasten. Nur eine Minute später erzielt Leon Judt sein zweites Tor des Abends zum 9:7, erneut war der Passgeber Leon Decker. Aus den verbleibenden eineinhalb Minuten konnte Waldkraiburg jedoch nichts mehr machen, vielmehr machen die Gladiators die zweite Hand voll und erzielen durch Zimmermann ihren zehnten und letzten Treffer des Abends.