KOMMENDES SPIEL

VS
Löwen
Waldkraiburg
TSV Trostberg “Chiefs”
Trostberg
Freitag, 01.03.2024 | 20:00 UhrTICKET KAUFEN
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Mit einem weinenden und einem lachenden Augen verabschieden sich die Löwen vom EHC Waldkraiburg vom Jahr 2022. Das weinende Auge rührt von einer, trotz Punktgewinn, weiteren Niederlage in der Eishockey Bayernliga. Das Lachende hingegen kommt davon, dass man ein Spiel gegen einen Ligafavoriten sah, in welchem man ganze vier Mal aus einem Rückstand zurückkommen konnte. Fairerweise muss man hier zwar anmerken, dass der EHC Königsbrunn stark geschwächt und mit einem zahlenmäßigen Rumpfkader ins Spiel gehen musste. Lediglich zehn Feldspieler konnte man aufbieten, an dieser Stelle haben andere Mannschaften schon einmal Spiele abgesagt. Die vier stärksten Akteure im Königsbrunner Team waren aber anwesend und, oh Junge, die wussten wie sie ein Waldkraiburger Team, welches sich gerade wieder langsam auf den Weg macht, so etwas wie eine Form zu finden, durcheinanderwirbeln können. Bullnheimer, Prokopovics, Veisert und allen voran Marco Sternheimer, der an jedem Tor der Gastgeber beteiligt war, bringen es immerhin zusammen auf fast 150 Punkte in dieser Saison. Zum Vergleich: Die gesamte Mannschaft der Löwen bringt es derzeit auf 210 Punkte.

Der EHC Waldkraiburg, welcher heute auf Kevin Yeingst im Tor setzte und damit rückwirkend die genau richtige Wahl traf, startete den Durchgang, wie auch in den Spielen zuvor kraftvoll. Nach nur rund 30 Sekunden im Spiel hatte Michal Popelka bereits die große Möglichkeit die Löwen in Führung zu bringen. Doch zahnlos, wie der Löwe Popelka sich in der jüngeren Vergangenheit gibt, vergibt er diese Möglichkeit unglücklicherweise, indem er Königsbrunns Torhüter Kring direkt an den Schoner schoss. Auch weitere, zum Teil sehr aussichtsreiche Möglichkeiten ergaben sich für beide Teams. So hätte auf der Seite der Industriestädter Brenninger, Neuert oder auch erneut Popelka das 0:1 erzielen können, doch scheinen sich die Löwen noch nicht endgültig vom Chancenwucher verabschieden zu können. Auch auf der Seite der Gastgeber waren die Möglichkeiten sehr gut, doch wie eingangs erwähnt, erwies sich Kevin Yeingst im Tor als absolut sicherer Rückhalt, der mit Verrenkung und Reaktion auch noch schwierige Pucks vom inneren des Tornetzes fernzuhalten wusste.

Der zweite Durchgang erwies sich erneut als Blackout-Durchgang. Es scheint für jeden Zuschauer unerklärlich, wie ein Team sich von einem Drittel auf das andere so drehen kann und plötzlich vergisst, wie man Eishockey spielt. So ließen sich die Löwen von Beginn des zweiten Drittels an in die Verteidigung drängen und vermochten es, auch durch teils vogelwilde Verteidigungsaktionen, nicht das Spielgerät vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach guten zwei Minuten nutzte Marco Sternheimer diesen Umstand aus und erhöhte auf 1:0. In der vierten Minute dann ein kurzes Aufblitzen der Löwen in Form von Tony Dillmann, welches jedoch regelwidrig gestoppt wird und zu einem Penalty für die Löwen führt. Der gefoulte Dillmann trat nicht selbst an, sondern sein Teamkollege Christian Neuert – der den Puck am Tor vorbeischießt. Zwar glichen die Löwen den Spielstand rund zweieinhalb Minuten später durch ein krummes Tor von Leon Decker aus, doch dem Selbstvertrauen half dies vorerst nicht. Man ließ die Pinguine weiter schalten und walten, weshalb Sternheimer nur 50 Sekunden nach dem Löwen-Ausgleich den alten Abstand mit einem gezielten Schuss in die linke obere Ecke wiederherstellen durfte. Nicht einmal drei Minuten später legten die Hausherren noch einmal nach. Nach einem Sahnepass von Sternheimer durch verwirrte Abwehrreihen der Löwen, erzielte Gustav Veisert das 3:1. Dieser Zeitpunkt war ein entscheidender, hier hätten die Löwen das Spiel entweder komplett aus der Hand geben und ein Debakel gegen zehn Königsbrunner erleben oder stattdessen lieber Moral zeigen können. Die Gäste aus der Innstadt entschieden sich für die Moral und die hatte einen Namen: Patrick Zimmermann. In einer drei gegen eins Situation in der 35. Minute entschied er sich für einen platzierten Schuss in das linke obere Eck des Tores und verkürzte den Spielstand erneut auf 3:2. Weniger als eine Minute später dann erneut die Löwen, die zeigen, wie leicht es manchmal gehen könnte. Popelka auf Brenninger, Brenninger auf Neuert der frei am rechten Pfosten steht, Neuert ins Tor – 3:3 und Pause.

Der dritte Durchgang begann mit einem Schuss von der blauen Linie und einem Tor für Königsbrunn. In Überzahl lässt Prokopovics Kevin Yeingst nach eineinhalb Minuten keine Chance und erhöht auf 4:3. Sechs Minuten unterhaltsames Eishockey später holen die Löwen erneut auf. Ebenfalls von der blauen Linie schießt Jan Loboda in Richtung Tor der Pinguine und Florian Maierhofer fälscht die Scheibe unhaltbar ab. In der 55. Minute dann der vermeintliche Todesstoß der Königsbrunner Gastgeber und wer außer Sternheimer sollte es sein der diesen Treffer erzielt? Als Kopie des 2:1 aus dem zweiten Drittel verwandelt der ehemalige DEL-Spieler der Augsburger Panther sein drittes Tor in den rechten oberen Winkel. Doch weiterhin bewiesen die Löwen Moral. Nachdem Königsbrunn geschickt einiges an Zeit von der Uhr nahmen, ergab sich eineinhalb Minuten vor Ende des Spiels die Möglichkeit Kevin Yeingst gegen einen sechsten Feldspieler einzutauschen. Nahezu postwendend nutzt Jan Loboda diese Chance, um mit seinem gefürchteten Schlenzer das Spiel erneut auszugleichen und in die Overtime zu bringen.

Trotz leichtem Übergewichts für die Königsbrunner Mannschaft aber Chancen auf beiden Seiten ergibt die Overtime nichts Zählbares für eines der Teams, es kommt zum Äußersten: Zum Penaltyschießen.
Hier bedurfte es insgesamt 16 Penaltyschützen, um eine Entscheidung zu finden. Für Waldkraiburg trifft Christian Neuert und für Königsbrunn Tim Bullnheimer. Dann kommt die Zeit der Torhüter, welche Schuss um Schuss entschärfen bis dann, beim achten Versuch, erneut Tim Bullnheimer trifft und den Extrapunkt für Königsbrunn sichert. Trotz Niederlage dürfte dieses Spiel den Löwen den Aufwind geben, den sie in der Abstiegsrunde dringend benötigen.

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Waldkraiburg
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Mit einem weinenden und einem lachenden Augen verabschieden sich die Löwen vom EHC Waldkraiburg vom Jahr 2022. Das weinende Auge rührt von einer, trotz Punktgewinn, weiteren Niederlage in der Eishockey Bayernliga. Das Lachende hingegen kommt davon, dass man ein Spiel gegen einen Ligafavoriten sah, in welchem man ganze vier Mal aus einem Rückstand zurückkommen konnte. Fairerweise muss man hier zwar anmerken, dass der EHC Königsbrunn stark geschwächt und mit einem zahlenmäßigen Rumpfkader ins Spiel gehen musste. Lediglich zehn Feldspieler konnte man aufbieten, an dieser Stelle haben andere Mannschaften schon einmal Spiele abgesagt. Die vier stärksten Akteure im Königsbrunner Team waren aber anwesend und, oh Junge, die wussten wie sie ein Waldkraiburger Team, welches sich gerade wieder langsam auf den Weg macht, so etwas wie eine Form zu finden, durcheinanderwirbeln können. Bullnheimer, Prokopovics, Veisert und allen voran Marco Sternheimer, der an jedem Tor der Gastgeber beteiligt war, bringen es immerhin zusammen auf fast 150 Punkte in dieser Saison. Zum Vergleich: Die gesamte Mannschaft der Löwen bringt es derzeit auf 210 Punkte.

Der EHC Waldkraiburg, welcher heute auf Kevin Yeingst im Tor setzte und damit rückwirkend die genau richtige Wahl traf, startete den Durchgang, wie auch in den Spielen zuvor kraftvoll. Nach nur rund 30 Sekunden im Spiel hatte Michal Popelka bereits die große Möglichkeit die Löwen in Führung zu bringen. Doch zahnlos, wie der Löwe Popelka sich in der jüngeren Vergangenheit gibt, vergibt er diese Möglichkeit unglücklicherweise, indem er Königsbrunns Torhüter Kring direkt an den Schoner schoss. Auch weitere, zum Teil sehr aussichtsreiche Möglichkeiten ergaben sich für beide Teams. So hätte auf der Seite der Industriestädter Brenninger, Neuert oder auch erneut Popelka das 0:1 erzielen können, doch scheinen sich die Löwen noch nicht endgültig vom Chancenwucher verabschieden zu können. Auch auf der Seite der Gastgeber waren die Möglichkeiten sehr gut, doch wie eingangs erwähnt, erwies sich Kevin Yeingst im Tor als absolut sicherer Rückhalt, der mit Verrenkung und Reaktion auch noch schwierige Pucks vom inneren des Tornetzes fernzuhalten wusste.

Der zweite Durchgang erwies sich erneut als Blackout-Durchgang. Es scheint für jeden Zuschauer unerklärlich, wie ein Team sich von einem Drittel auf das andere so drehen kann und plötzlich vergisst, wie man Eishockey spielt. So ließen sich die Löwen von Beginn des zweiten Drittels an in die Verteidigung drängen und vermochten es, auch durch teils vogelwilde Verteidigungsaktionen, nicht das Spielgerät vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach guten zwei Minuten nutzte Marco Sternheimer diesen Umstand aus und erhöhte auf 1:0. In der vierten Minute dann ein kurzes Aufblitzen der Löwen in Form von Tony Dillmann, welches jedoch regelwidrig gestoppt wird und zu einem Penalty für die Löwen führt. Der gefoulte Dillmann trat nicht selbst an, sondern sein Teamkollege Christian Neuert – der den Puck am Tor vorbeischießt. Zwar glichen die Löwen den Spielstand rund zweieinhalb Minuten später durch ein krummes Tor von Leon Decker aus, doch dem Selbstvertrauen half dies vorerst nicht. Man ließ die Pinguine weiter schalten und walten, weshalb Sternheimer nur 50 Sekunden nach dem Löwen-Ausgleich den alten Abstand mit einem gezielten Schuss in die linke obere Ecke wiederherstellen durfte. Nicht einmal drei Minuten später legten die Hausherren noch einmal nach. Nach einem Sahnepass von Sternheimer durch verwirrte Abwehrreihen der Löwen, erzielte Gustav Veisert das 3:1. Dieser Zeitpunkt war ein entscheidender, hier hätten die Löwen das Spiel entweder komplett aus der Hand geben und ein Debakel gegen zehn Königsbrunner erleben oder stattdessen lieber Moral zeigen können. Die Gäste aus der Innstadt entschieden sich für die Moral und die hatte einen Namen: Patrick Zimmermann. In einer drei gegen eins Situation in der 35. Minute entschied er sich für einen platzierten Schuss in das linke obere Eck des Tores und verkürzte den Spielstand erneut auf 3:2. Weniger als eine Minute später dann erneut die Löwen, die zeigen, wie leicht es manchmal gehen könnte. Popelka auf Brenninger, Brenninger auf Neuert der frei am rechten Pfosten steht, Neuert ins Tor – 3:3 und Pause.

Der dritte Durchgang begann mit einem Schuss von der blauen Linie und einem Tor für Königsbrunn. In Überzahl lässt Prokopovics Kevin Yeingst nach eineinhalb Minuten keine Chance und erhöht auf 4:3. Sechs Minuten unterhaltsames Eishockey später holen die Löwen erneut auf. Ebenfalls von der blauen Linie schießt Jan Loboda in Richtung Tor der Pinguine und Florian Maierhofer fälscht die Scheibe unhaltbar ab. In der 55. Minute dann der vermeintliche Todesstoß der Königsbrunner Gastgeber und wer außer Sternheimer sollte es sein der diesen Treffer erzielt? Als Kopie des 2:1 aus dem zweiten Drittel verwandelt der ehemalige DEL-Spieler der Augsburger Panther sein drittes Tor in den rechten oberen Winkel. Doch weiterhin bewiesen die Löwen Moral. Nachdem Königsbrunn geschickt einiges an Zeit von der Uhr nahmen, ergab sich eineinhalb Minuten vor Ende des Spiels die Möglichkeit Kevin Yeingst gegen einen sechsten Feldspieler einzutauschen. Nahezu postwendend nutzt Jan Loboda diese Chance, um mit seinem gefürchteten Schlenzer das Spiel erneut auszugleichen und in die Overtime zu bringen.

Trotz leichtem Übergewichts für die Königsbrunner Mannschaft aber Chancen auf beiden Seiten ergibt die Overtime nichts Zählbares für eines der Teams, es kommt zum Äußersten: Zum Penaltyschießen.
Hier bedurfte es insgesamt 16 Penaltyschützen, um eine Entscheidung zu finden. Für Waldkraiburg trifft Christian Neuert und für Königsbrunn Tim Bullnheimer. Dann kommt die Zeit der Torhüter, welche Schuss um Schuss entschärfen bis dann, beim achten Versuch, erneut Tim Bullnheimer trifft und den Extrapunkt für Königsbrunn sichert. Trotz Niederlage dürfte dieses Spiel den Löwen den Aufwind geben, den sie in der Abstiegsrunde dringend benötigen.