Mit Leon Decker bleibt dem EHC Waldkraiburg ein Spieler erhalten, den viele Fans mittlerweile kaum noch wegdenken können. Während sich bei anderen Vereinen Kaderlisten Jahr für Jahr verändern, steht hinter der Nummer 34 seit mittlerweile acht Spielzeiten derselbe Name. Und genau das macht diese Geschichte auch ein Stück besonders. Decker hat nie das Trikot eines anderen Vereins getragen. Die Löwen-Fans konnten praktisch seine komplette Entwicklung begleiten – vom schüchternen Jugendlichen bis hin zum gestandenen Bayernliga-Stürmer.

Als Decker in der Saison 2018/2019 mit gerade einmal 16 Jahren seine ersten Einsätze im Seniorenbereich bekam, war die Situation alles andere als einfach. Waldkraiburg kämpfte damals in der Oberliga-Relegation ums sportliche Überleben. Doch der junge Angreifer ließ sich davon nicht beeindrucken. Bereits in seiner ersten Saison deutete er an, welches Potential in ihm steckt. Spätestens sein legendärer Overtime-Treffer zum direkten Wiederaufstieg aus der Landesliga machte ihn endgültig zu einem Spieler, den man in Waldkraiburg nicht mehr vergisst.

Seitdem entwickelte sich der mittlerweile 24-Jährige Jahr für Jahr weiter. Aus dem Talent wurde ein Leistungsträger, aus dem jungen Mitläufer ein Spieler, der Verantwortung übernimmt und Spiele entscheiden kann. Besonders bemerkenswert: Obwohl Decker in der vergangenen Saison phasenweise nicht immer sein volles Potential abrufen konnte und man als Zuschauer stellenweise das Gefühl hatte, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre, lieferte er statistisch dennoch seine beste Bayernliga-Spielzeit ab. 14 Tore und 20 Vorlagen in 29 Hauptrundenspielen sprechen eine deutliche Sprache. Rechnet man die Play-Down-Runden hinzu, kommt der Stürmer auf starke 38 Punkte in 36 Pflichtspielen.

Überhaupt lesen sich Deckers Zahlen mittlerweile beeindruckend. In bislang acht Spielzeiten im Seniorenbereich absolvierte er weit über 200 Pflichtspiele für die Löwen und entwickelte sich dabei immer mehr zu einem Spieler für die wichtigen Momente. Dazu passt auch sein inoffizieller Spitzname „Doppel-Decker“, der regelmäßig dann durch die Raiffeisen-Arena hallt, wenn die Nummer 34 wieder einmal doppelt trifft.

Dass Decker trotz seines jungen Alters längst zu den Gesichtern des Vereins zählt, liegt dabei nicht nur an seinen Punkten. Er ist ein Spieler aus den eigenen Reihen, einer, mit dem sich viele Fans identifizieren können. Einer, dessen Karriere eng mit dem EHC Waldkraiburg verbunden ist. Und genau solche Spieler sind in Zeiten immer schnellerer Wechsel selten geworden.

Der EHC Waldkraiburg kann sich deshalb glücklich schätzen, weiterhin auf Leon Decker bauen zu können – einen Spieler, der sportlich noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen sein dürfte und dessen Geschichte bei den Löwen offenbar noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Wir lieben unsere Sponsoren