Das nächste Spiel der Löwen

19:00
Bayernliga 26/27 Vorrunde

EHC Waldkraiburg – ERSC Amberg

Der EHC Waldkraiburg hat sein Wochenende mit sechs Punkten abgeschlossen. Nach dem 4:1-Auswärtssieg am Freitag in Schongau besiegten die Löwen am Sonntag auch die Eisbären aus Burgau verdient mit 6:2. Während Burgau mit dem Rückenwind eines Erfolgs im Penaltyschießen gegen Landsberg nach Waldkraiburg gereist war, gingen die Löwen als Tabellendritter und Favorit in die Begegnung. Dieser Rolle wurden sie über weite Strecken gerecht.

Anders als in einigen Partien zuvor benötigte Waldkraiburg diesmal keine längere Anlaufphase. Die Löwen waren von Beginn an präsent und erspielten sich früh die zwingenderen Möglichkeiten. Ganz chancenlos waren die Gäste allerdings keineswegs. Burgau setzte immer wieder Nadelstiche, konnte sich dabei aber auch auf Torhüter Gustavs Samitis verlassen, der seiner Mannschaft bereits in den bisherigen Saisonspielen mehrfach ein sicherer Rückhalt gewesen war.

Fünf Minuten vor Ende des ersten Drittels bot sich Nico Vogl die große Möglichkeit zur Führung. Der Waldkraiburger Kapitän war ab der blauen Linie frei durch, doch Samitis blieb ruhig und verhinderte den Treffer.

Die verdiente Führung fiel schließlich in Überzahl. Nach einer Burgauer Strafzeit suchte Martin Kokeš von der rechten Seite nach einer Anspielstation. Santeri Ovaska bot sich links neben dem Tor an, bekam den Pass serviert und traf in der 18. Minute zum 1:0. Mit dieser knappen, aber verdienten Führung ging es in die erste Pause.

Auch im zweiten Durchgang bestimmten die Löwen über weite Strecken das Spiel. Burgau blieb zwar immer wieder gefährlich, doch die Waldkraiburger Defensive arbeitete aufmerksam und Christoph Lode war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.

Der nächste Treffer fiel erneut in Überzahl. Bartek Bison legte für Leon Decker auf, der aus dem linken Bullykreis Maß nahm und den Puck halbhoch ins rechte Eck zum 2:0 setzte.

Nur gut vier Minuten später folgte der erste Treffer des Abends bei fünf gegen fünf. Andris Džeriņš und Matej Houdek bereiteten vor, Mikko Haaparanta vollendete zum 3:0. Ob dabei die finnische Playlist aus dem Warm-up noch zusätzlichen Antrieb geliefert hatte, lässt sich nicht abschließend klären – geschadet hatte sie offenbar nicht.

In der 35. Minute bot sich Burgau dann eine große Gelegenheit, zurück in die Partie zu kommen. Die Löwen mussten in doppelter Unterzahl agieren und diesmal nutzten die Gäste den zusätzlichen Raum. David Ballner erzielte das 3:1 und verkürzte damit für die Eisbären.

Lange hielt die Freude der Gäste allerdings nicht an. Bereits als Waldkraiburg wieder zu viert war, drückten die Löwen Burgau erneut tief ins eigene Drittel. Kaum waren beide Mannschaften wieder vollständig, fiel das 4:1. Nach einer etwas glücklich entstandenen, aber schön zu Ende gespielten Kombination stand Florian Maierhofer auf der rechten Seite frei und brachte die Scheibe im Tor unter.

Im Schlussdrittel übernahmen die Löwen die Partie dann endgültig. Burgau fand kaum noch Mittel, um selbst längere Druckphasen aufzubauen, während Waldkraiburg weiter nach vorne spielte.

In der 48. Minute erhöhte der EHC erneut im Powerplay. Offiziell wurde Nico Vogl der Treffer gutgeschrieben. Der entscheidende Kontakt kam allerdings eher unfreiwillig von Burgau: Ein Pass von Džeriņš traf den Schlittschuh von Marshall Renke und sprang von dort unhaltbar zum 5:1 ins Tor.

Nur etwas mehr als eine Minute später war die Partie endgültig entschieden. Leon Decker leitete den Angriff selbst mit einem Pass auf Florian Maierhofer ein, dieser legte von rechts zurück in die Mitte und Decker hatte ausreichend Platz. Mit einem präzisen Handgelenksschuss ins rechte obere Eck erzielte er das 6:1 und damit seinen zweiten Treffer des Abends.

In der Folge wurde die Partie etwas ruppiger. Tim Ludwig und Marcel Kunc tauschten handfeste Nettigkeiten aus und durften anschließend zur Abkühlung auf die Strafbank. Wenig später ließen Lennox Stein und Max Petzold die Handschuhe fallen. Beide kassierten dafür jeweils fünf Strafminuten sowie eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Zwischen diesen Szenen gelang Burgau noch der zweite Treffer. Maximilian Kaschner nutzte eine Vier-gegen-Vier-Situation und erzielte in der 56. Minute das 6:2. Mehr sollte für die Gäste an diesem Abend jedoch nicht mehr herausspringen.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für den EHC Waldkraiburg, der über weite Strecken das spielbestimmende Team war. Burgau hielt insbesondere in den ersten beiden Dritteln immer wieder dagegen, konnte die Löwen jedoch nur selten dauerhaft unter Druck setzen. Besonders effektiv präsentierte sich Waldkraiburg an diesem Abend in Überzahl: Drei der fünf Powerplaymöglichkeiten wurden genutzt.

Damit holen die Löwen erstmals in dieser Saison sechs Punkte an einem Wochenende und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz.

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EHC Waldkraiburg – ESV Burgau 2000 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)

Tore: 1:0 (18.) Ovaska (Kokeš – PP1), 2:0 (28.) Decker (Bison, Maierhofer – PP1), 3:0 (32.) Haaparanta (Houdek, Džeriņš), 3:1 (35.) Ballner (Michálek, Rubner – PP2), 4:1 (37.) Maierhofer (Kokeš, Houdek), 5:1 (48.) Vogl (Ovaska, Džeriņš – PP1), 6:1 (49.) Decker (Maierhofer, Ovaska), 6:2 (56.) Kaschner.

EHC Waldkraiburg:
Tor: #32 Tobias Sickinger, #40 Christoph Lode.
Verteidigung: #5 René Mertz, #6 Matej Houdek, #10 Felix Lode, #23 Tim Ludwig, #37 Patrik Forsberg, #48 Magnus Hobelsberger, #50 Martin Kokeš, #81 Max Čejka, #98 Patrick Zimmermann.
Sturm: #7 Philipp Lode, #11 Bartek Bison, #13 Jakub Šrámek, #18 Santeri Ovaska, #25 Andris Džeriņš, #28 Mikko Haaparanta, #34 Leon Decker, #49 Lennox Stein, #74 Florian Maierhofer, #88 Nico Vogl, #92 Jakub Revaj.

Zuschauer: 678; Strafen: Waldkraiburg 18 + 5 + 10 + 20 – Burgau 18 + 5 + 20.