Mit Michael Maximilian Čejka können die Löwen auch in der kommenden Saison auf einen Verteidiger bauen, der sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Kader entwickelt hat. Der 32-Jährige gehört mittlerweile zu den Spielern, bei denen man kaum noch daran denkt, dass sie irgendwann einmal neu nach Waldkraiburg gekommen sind. Vielmehr wirkt es inzwischen so, als würde Max Čejka schon seit vielen Jahren das gelb-blaue Trikot tragen.
Seine Spielweise ist dabei selten spektakulär, dafür aber meist überlegt und ruhig. Čejka versucht nicht, jede Situation mit einem riskanten Spielzug zu lösen, sondern setzt häufig auf die einfache und sichere Variante. Gerade unter Druck behält er oft die Übersicht und trifft überwiegend gute Entscheidungen. Natürlich bleibt auch er nicht von Fehlern verschont – wie jeder Verteidiger, der viele Minuten auf dem Eis steht –, insgesamt zeichnet ihn jedoch eine Konstanz aus, die ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Waldkraiburger Defensive macht.
Auch offensiv schaltet sich Čejka immer wieder sinnvoll ins Spiel ein. Er sucht den richtigen Moment, um den Angriff zu unterstützen, hält sich aber gleichzeitig an seine defensiven Aufgaben. Dass er dabei durchaus Akzente setzen kann, zeigen auch seine persönlichen Statistiken.
Besonders gerne spielte Čejka in den vergangenen Jahren offenbar gegen den EC Pfaffenhofen. Gegen keinen anderen Gegner sammelte er im Bayernliga-Dress der Löwen mehr Scorerpunkte. Zwölf Punkte stehen gegen die Ilmstädter in seiner persönlichen Bilanz, darunter vier Tore und acht Vorlagen. Nach dem Abstieg Pfaffenhofens in die Bezirksliga endet dieses Kapitel allerdings vorerst – und der Löwen-Verteidiger wird sich wohl einen neuen Lieblingsgegner suchen müssen.
Ein Blick auf seine Strafzeiten unterstreicht ebenfalls seine Spielweise. Die häufigsten Vergehen sind Stockschlag, Beinstellen und Haken – alles Strafen, die für Verteidiger im Eishockey keineswegs ungewöhnlich sind. Bemerkenswert ist vielmehr die Gesamtzahl: In drei Bayernliga-Spielzeiten für die Löwen kassierte Čejka lediglich 26 Strafen beziehungsweise 52 Strafminuten. Das spricht für eine kontrollierte Spielweise und dafür, dass er nur selten durch unnötige Strafzeiten auffällt.
Dass der Sport in der Familie einen hohen Stellenwert besitzt, kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Sein Bruder Alexander Čejka zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten deutschen Profigolfern und feierte auf internationaler Bühne zahlreiche Erfolge. Während dieser auf dem Fairway zu Hause ist, hat sich Max Čejka für das Eis entschieden – und sich in Waldkraiburg längst einen festen Platz erarbeitet.
Für die Löwen bedeutet sein Verbleib vor allem eines: Kontinuität. Čejka kennt Mannschaft, Umfeld und Liga, übernimmt Verantwortung in der Defensive und bringt genau die Erfahrung mit, die einer Mannschaft in entscheidenden Situationen helfen kann. Auch deshalb dürfen sich die Waldkraiburger Fans darauf freuen, den 32-Jährigen weiterhin im gelb-blauen Trikot auflaufen zu sehen.









