KOMMENDES SPIEL

VS
Gladiators
Erding
Löwen
Waldkraiburg
Freitag, 09.12.2022 | 20:00 UhrTICKET KAUFEN
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Mühsam ernährt sich nicht nur das Eichhörnchen, auch der gemeine bayerische Löwe hat so seine liebe Mühe auf der Suche nach dem Punktefutter in der Eishockey Bayernliga. Doch trotz einer leichten Unterernährung und damit einhergehender Schwäche, kämpft er mit allen vier Tatzen und jedem verfügbaren Zahn. Dies zeigte auch das Freitags-Spiel erneut eindrucksvoll auf. So liefen die Waldkraiburger Löwen nicht nur mit dem Gegner mit, quasi als Geleitschutz auf fremdem Eis, sondern ihm streckenweise sogar davon. Gerade im ersten Durchgang setzten die Industriestädter vom Inn den Gegner mächtig unter Druck. Markus Berwanger brachte jedoch das Problem an der Sache in der anschließenden Pressekonferenz eindrucksvoll auf den Punkt: „Kempten hatte vielleicht eine halbe oder dreiviertel Chance im ersten Drittel, wir hatten vielleicht fünf bis sechs Hochkaräter und am Ende des Drittels steht es 1:1. Das war natürlich schade“.

So gestaltete sich der erste Durchgang auch. Die Löwen starteten furios, schnell und ansprechend. Kein Kenner, der all seine sieben Sinne zusammen hatte, hätte Kempten in dieser Phase vorne gesehen oder ihnen gar den ersten Treffer zugetraut. Allein Florian Brenninger konnte in dieser Phase dreimal gefährlich vor dem „Sharks“-Tor auftauchen aber auch Leon Decker, ebenso wie Michal Popelka. Kempten hingegen benötigte rund fünf Minuten, um auch nur den ersten Torschuss durch Oppenberger auf den Kasten von Christoph Lode abzugeben. Dennoch sind es die Allgäuer, die den Spielstand das erste Mal zu ihren Gunsten verändern. In der siebten Minute war es Nicolas Fahr der von der blauen Linie in Richtung Löwen-Tor schlenzt. Zwar ging der Puck am Kasten der Waldkraiburger vorbei, springt jedoch so unglücklich von der Bande ab und kommt auf der anderen Seite des Kastens wieder gefährlich hervor, dass der gedankenschnellere Schäffler in auf die verwaiste linke Seite einschieben konnte. Abschrecken ließ sich Waldkraiburg hiervon jedoch nicht. Auch in der Folge blieben sie das spielbestimmende Team und belohnten sich, nach weiteren starken Chancen, in der 14. Minute mit dem Ausgleich. Erst ging Philipp Lode einem drohenden Icing konsequenter hinterher als sein Kemptner Gegenspieler Rauh, anschließend folgte das Zuspiel auf Teamkollegen Maierhofer. Dieser fährt von rechts auf das Tor zu, macht aus dem Bullykreis noch einen Schlenker nach links und bugsiert den Puck zum 1:1 Pausenstand ins Tor.

Im zweiten Durchgang machten die Löwen dort weiter, wo sie im ersten durch die Pausensirene unterbrochen wurden. So fällt bereits früh im Durchgang der zwischenzeitliche Führungstreffer durch Michal Popelka. Nachdem Jan Loboda nach einem Torschuss entschlossener dem Puck nachging und diesen an den langen Pfosten passen konnte, muss der Tscheche lediglich ins leere Tor schießen, was er schließlich auch tat. Von nun an nahm das Spiel auch für Kempten an fahrt auf, weshalb sich eine flotte und ausgeglichene Partie an diesem Freitagabend entwickelte, in der jeder der Kontrahenten seine Möglichkeiten hatte. Lange Zeit sah es auch so aus, als könnten die Waldkraiburger den Spielstand halten, bis es erst in der 36., anschließend in der 38. Minute zu einem Doppelschlag der Gäste kam. Schäffler und Zimmer hießen die Torschützen zum 2:2 und 2:3 und vorangegangen waren jeweils kleine Fehler der Löwen, welche den Gegner zum Ende des Drittels wieder ins Spiel brachten.

Lange sollte der Spielstand jedoch nicht bestand haben im dritten Durchgang. Nach knapp vier Minuten im Drittel erkämpft sich an der Kemptner blauen Linie Michal Popelka die Scheibe und bedient Leon Judt im Slot. Dieser lässt sich nicht zweimal Bitten und gleicht das Spiel wieder aus. Nicht einmal vier Minuten im Anschluss verlieren die Löwen während der eigenen Angriffsbemühungen das Spielgerät im Kemptner Drittel. Dies nimmt Anton Zimmer erneut dankend an, zieht allein aufs Löwen-Gehäuse und versenkt den Puck trocken links oben zur 3:4 Führung. Sieben Minuten in einem nach wie vor rasanten Spiel später, glichen die Löwen ein weiteres Mal aus. Ein gutes Auge und ein ebenso schöner Pass von Florian Brenninger auf Leon Judt nimmt dieser zum Anlass, seinerseits den Puck unter die Latte zu jagen und somit seinen zweiten Treffer des Abends zu erzielen. So gingen beide Teams auch in die Overtime, da nach regulärer Spielzeit kein Gewinner gefunden werden konnte. Hier brillieren die Löwen erneut bis zum Tor, auch begünstigt von einigen Sekunden Rest-Strafzeit gegen Kempten. Eintüten konnte man jedoch nichts, trotz dreier sehr guter Möglichkeiten. Fünf Sekunden vor einem Penaltyschießen waren es dann die „Sharks“, welche die Entscheidung fanden. Vom rechten Bullykreis aus schlenzt Schäffler seinen dritten Treffer des Abends in die Maschen der Löwen und beendet somit einen Waldkraiburger Eishockeyabend der aufzeigt, dass mit Engagement in dieser Form, der achte Platz in der Liga durchaus mehr als nur möglich wäre. Doch zeigt dieser Abend auch, dass solide herausgespielte Torchancen mit Abschluss nur etwas wert sind, wenn am Ende der Puck auf der richtigen Seite in den Maschen zappelt.

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Mühsam ernährt sich nicht nur das Eichhörnchen, auch der gemeine bayerische Löwe hat so seine liebe Mühe auf der Suche nach dem Punktefutter in der Eishockey Bayernliga. Doch trotz einer leichten Unterernährung und damit einhergehender Schwäche, kämpft er mit allen vier Tatzen und jedem verfügbaren Zahn. Dies zeigte auch das Freitags-Spiel erneut eindrucksvoll auf. So liefen die Waldkraiburger Löwen nicht nur mit dem Gegner mit, quasi als Geleitschutz auf fremdem Eis, sondern ihm streckenweise sogar davon. Gerade im ersten Durchgang setzten die Industriestädter vom Inn den Gegner mächtig unter Druck. Markus Berwanger brachte jedoch das Problem an der Sache in der anschließenden Pressekonferenz eindrucksvoll auf den Punkt: „Kempten hatte vielleicht eine halbe oder dreiviertel Chance im ersten Drittel, wir hatten vielleicht fünf bis sechs Hochkaräter und am Ende des Drittels steht es 1:1. Das war natürlich schade“.

So gestaltete sich der erste Durchgang auch. Die Löwen starteten furios, schnell und ansprechend. Kein Kenner, der all seine sieben Sinne zusammen hatte, hätte Kempten in dieser Phase vorne gesehen oder ihnen gar den ersten Treffer zugetraut. Allein Florian Brenninger konnte in dieser Phase dreimal gefährlich vor dem „Sharks“-Tor auftauchen aber auch Leon Decker, ebenso wie Michal Popelka. Kempten hingegen benötigte rund fünf Minuten, um auch nur den ersten Torschuss durch Oppenberger auf den Kasten von Christoph Lode abzugeben. Dennoch sind es die Allgäuer, die den Spielstand das erste Mal zu ihren Gunsten verändern. In der siebten Minute war es Nicolas Fahr der von der blauen Linie in Richtung Löwen-Tor schlenzt. Zwar ging der Puck am Kasten der Waldkraiburger vorbei, springt jedoch so unglücklich von der Bande ab und kommt auf der anderen Seite des Kastens wieder gefährlich hervor, dass der gedankenschnellere Schäffler in auf die verwaiste linke Seite einschieben konnte. Abschrecken ließ sich Waldkraiburg hiervon jedoch nicht. Auch in der Folge blieben sie das spielbestimmende Team und belohnten sich, nach weiteren starken Chancen, in der 14. Minute mit dem Ausgleich. Erst ging Philipp Lode einem drohenden Icing konsequenter hinterher als sein Kemptner Gegenspieler Rauh, anschließend folgte das Zuspiel auf Teamkollegen Maierhofer. Dieser fährt von rechts auf das Tor zu, macht aus dem Bullykreis noch einen Schlenker nach links und bugsiert den Puck zum 1:1 Pausenstand ins Tor.

Im zweiten Durchgang machten die Löwen dort weiter, wo sie im ersten durch die Pausensirene unterbrochen wurden. So fällt bereits früh im Durchgang der zwischenzeitliche Führungstreffer durch Michal Popelka. Nachdem Jan Loboda nach einem Torschuss entschlossener dem Puck nachging und diesen an den langen Pfosten passen konnte, muss der Tscheche lediglich ins leere Tor schießen, was er schließlich auch tat. Von nun an nahm das Spiel auch für Kempten an fahrt auf, weshalb sich eine flotte und ausgeglichene Partie an diesem Freitagabend entwickelte, in der jeder der Kontrahenten seine Möglichkeiten hatte. Lange Zeit sah es auch so aus, als könnten die Waldkraiburger den Spielstand halten, bis es erst in der 36., anschließend in der 38. Minute zu einem Doppelschlag der Gäste kam. Schäffler und Zimmer hießen die Torschützen zum 2:2 und 2:3 und vorangegangen waren jeweils kleine Fehler der Löwen, welche den Gegner zum Ende des Drittels wieder ins Spiel brachten.

Lange sollte der Spielstand jedoch nicht bestand haben im dritten Durchgang. Nach knapp vier Minuten im Drittel erkämpft sich an der Kemptner blauen Linie Michal Popelka die Scheibe und bedient Leon Judt im Slot. Dieser lässt sich nicht zweimal Bitten und gleicht das Spiel wieder aus. Nicht einmal vier Minuten im Anschluss verlieren die Löwen während der eigenen Angriffsbemühungen das Spielgerät im Kemptner Drittel. Dies nimmt Anton Zimmer erneut dankend an, zieht allein aufs Löwen-Gehäuse und versenkt den Puck trocken links oben zur 3:4 Führung. Sieben Minuten in einem nach wie vor rasanten Spiel später, glichen die Löwen ein weiteres Mal aus. Ein gutes Auge und ein ebenso schöner Pass von Florian Brenninger auf Leon Judt nimmt dieser zum Anlass, seinerseits den Puck unter die Latte zu jagen und somit seinen zweiten Treffer des Abends zu erzielen. So gingen beide Teams auch in die Overtime, da nach regulärer Spielzeit kein Gewinner gefunden werden konnte. Hier brillieren die Löwen erneut bis zum Tor, auch begünstigt von einigen Sekunden Rest-Strafzeit gegen Kempten. Eintüten konnte man jedoch nichts, trotz dreier sehr guter Möglichkeiten. Fünf Sekunden vor einem Penaltyschießen waren es dann die „Sharks“, welche die Entscheidung fanden. Vom rechten Bullykreis aus schlenzt Schäffler seinen dritten Treffer des Abends in die Maschen der Löwen und beendet somit einen Waldkraiburger Eishockeyabend der aufzeigt, dass mit Engagement in dieser Form, der achte Platz in der Liga durchaus mehr als nur möglich wäre. Doch zeigt dieser Abend auch, dass solide herausgespielte Torchancen mit Abschluss nur etwas wert sind, wenn am Ende der Puck auf der richtigen Seite in den Maschen zappelt.