Fünfter Saisonsieg am 13.Spieltag der Oberliga Süd für den EHC Waldkraiburg- und was für einer! Nach dem ersten Heimzähler am Freitag gegen Lindau, folgte am Sonntagabend der Derbysieg beim EV Landshut! Nach der 2:3-Pleite gegen die Islanders machten es die Löwen beim Altmeister in Niederbayern besser und Kapitän Max Kaltenhauser sicherte mit seinem verwandelten Penalty den 2:1-Sieg beim EVL! Zuvor wurden neun Anläufe beider Teams von den starken Torhütern vereitelt!

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Sehnsüchtig hatten viele Löwen-Fans die Partie beim EV Landshut erwartet. Da man am ersten Spieltag auf eigenem Eis in der Raiffeisen Arena mit 2:5 unterlegen war, rechneten sich aber nur die Kühnsten der mitgereisten Fans etwas aus beim Altmeister. Noch dazu, weil man, im Vergleich zum ersten Duell, mit Jakub Marek mit nur einem Kontingentspieler antrat und bei dieser Partie erneut Tobias Thalhammer fehlte, dessen Rückkehr nach einer Bänderverletzung inzwischen noch nicht abzusehen ist. Bei den Landshutern feierte der neue Kontingentspieler Roman Tvrdon sein Heimdebüt und dieser wollte, genauso wie seine restlichen Teamkollegen, die 1:2-Niederlagen vom Freitag bei den Tölzer Löwen vergessen machen.

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Doch im ersten Drittel war es noch nichts mit der Landshuter Vergangenheitsbewältigung. Zu stark erwies sich wieder einmal Waldkraiburgs Schlussmann Björn Linda, der die Chancen der Niederbayern allesamt zunichte machte. Die Löwen selbst besannen sich aufs Verteidigen, angeführt vom zurückgekehrten Chef in der Defensive, Andreas Paderhuber. „Wir sind offensiv nicht die allerstärkste Mannschaft in der Liga“ erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz nach dem Spiel schmunzelnd seine Marschroute. „Da müssen wir hinten den Laden dicht kriegen und defensiv gut stehen. Dann und nur dann haben wir eine kleine Chance zu gewinnen“ so der 47-Jährige weiter. Um Spiele im Eishockey überhaupt zu gewinnen, müssen aber erst einmal auch Tore fallen und hier haben die Löwen wirklich nach wie vor Probleme. Das Powerplay ist mit 2 Toren in 55 Überzahlspielen (Quote: 3,64%) miserabel- anders lässt es sich nicht formulieren und hier sollte dringend etwas getan werden- Unterzahl aber liegt dem EHC gewaltig und hier besonders das Tore schießen. Hier weist man inzwischen den drittbesten Wert auf und erzielte mit Schönheide und Tabellenführer Selb die zweitmeisten Treffer, nämlich 3. Eben dieses dritte fiel am Sonntag in Landshut: Daniel Hämmerle wurde von Daniel Hilpert und Fabian Zick auf die Reise geschickt und der Ur-Waldkraiburger traf zum 1:0 nach einer guten halben Stunde (32:32). Lange freuen konnte man sich jedoch nicht, denn schon 54 Sekunden später hatte Jackson Kuhn die Überzahl genutzt und ausgeglichen (33:26).

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Weil auch in den letzten 20 Minuten keine weiteren Treffer fallen sollten, da Björn Linda stets das personifizierte Endstations-Schild für die Landshuter verkörperte, ging es mit dem 1:1 in die Verlängerung. Kurz vor dem Ende musste hier Daniel Hilpert auf die Strafbank, doch erneut sollte den Hausherren kein Treffer gelingen und so musste die Lotterie entscheiden, das Penalty-Schießen. Fünf Landshuter und vier Waldkraiburger liefen hier an und scheiterten allesamt. Erst der zehnte Anlauf, nämlich der von Löwen-Kapitän Max Kaltenhauser, sollte von Erfolg gekrönt sein und so fiel die Entscheidung zugunsten der Industriestädter. „Dass wir mal ein Penalty-Schießen gewinnen, hat es auch schon länger nicht mehr gegeben“ mussten Löwen-Coach Zerwesz nach dem Spiel schmunzeln. „Aber gut. Heute hat einfach alles gepasst. Landshut hatte Chancen, aber die haben sie eben nicht reingemacht und so gewinnt dann ab und zu auch mal der, der optisch nicht ganz überlegen ist“ so Zerwesz stolz weiter, der zudem erklärte, dass es ihn auch etwas stolz mache, dass Landshut gegen Waldkraiburg knapp 2500 Zuschauer ziehe. Zu Recht möchte man beipflichten.

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Eishockey-Oberliga Süd, 2016/ 2017, 13.Spieltag. EV Landshut – EHC Waldkraiburg 1:2 n.P. (0:0/ 1:1/ 0:0/ 0:0/ 0:1). Tore: 0:1 32:32 Hämmerle D. (Zick F., Hilpert D. SH1), 1:1 33:26 Kuhn J. (Hofbauer M., Tvrdon R. PP1), 1:2 65:00 Kaltenhauser M. (Penalty). Strafen: EV Landshut 6 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 14 Strafminuten. Zuschauer: 2404.